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Behandlungsablauf

Der Ablauf einer kieferorthopädischen Behandlung unterteilt sich in die folgenden sechs Schritte:

1. Die Erstuntersuchung, das Beratungsgespräch

Der erste Besuch dient der Patienteninformation.

Bei Jugendlichen sollte ein Elternteil anwesend sein. Durch Inspektion des Gebisses werden Zahnstellung und Zahnkontakte beim Zubeißen untersucht. Anschließend wird der Befund erläutert und vorhandene Anliegen des Patienten besprochen.

Es ist empfehlenswert sich rechtzeitig kieferorthopädisch beraten zu lassen. Sind vorläufig keine Maßnahmen erforderlich, wird die Wiedervorstellung zu einem späteren Zeitpunkt empfohlen.

Sind kieferorthopädische Maßnahmen notwendig so werden wenn möglich und gewünscht sofort Planungsunterlagen erstellt oder ein Termin dafür vereinbart.

2. Erstellung diagnostischer Unterlagen und Behandlungsplanung

Für eine individuelle Behandlungsplanung müssen verschiedene diagnostische Unterlagen erstellt werden.

Abdrücke beider Kiefer zur Erstellung von Kiefermodellen

Röntgenbilder zur Beurteilung der Zähne und Lage der Kieferknochen

Fotos von Gesicht und Zähnen manuelle Funktionsanalyse zur Überprüfung des Zustandes der Gelenke

Bei Erwachsenen ist häufig zusätzlich eine Bissregistrierung erforderlich um Fehllagen der Kiefergelenke erkennen zu können

Anhand dieser Unterlagen werden wir einen individuellen Behandlungsplan erstellen (incl. Kostenvoranschlag).

Zur Klärung der Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse muss der Heil- und Kostenplan bei der jeweiligen Krankenkasse eingereicht werden. Den Privatpatienten wird empfohlen, sich ebenfalls von ihrer Versicherung eine Kostenzusage vor Beginn der Behandlung geben zu lassen

3. Planbesprechung

Vor Behandlungsbeginn führen wir eine ausführliche Planbesprechung durch.

Der Patient erfährt, welche apparativen Maßnahmen geplant sind und welche Mitarbeit notwendig wird um das definierte Behandlungsziel zu erreichen.

Nach dem Besprechungstermin entscheidet der Patient zu Hause, ob er die geplante Behandlung wünscht. Vor Eingliederung einer festen Zahnspange wird der Patient zuerst in unser Prophylaxeprogramm aufgenommen. Erst nach erfolgreicher Absolvierung dieses Programms wird ein Behandlungstermin vereinbart.

4. Die Behandlung

Während der Behandlung muss der Fortschritt regelmäßig in Abständen von ca. 4 ? 6 Wochen kontrolliert und die Apparaturen aktiviert werden. Die zuverlässige Einhaltung der Termine ist für einen planmäßigen Behandlungsverlauf sehr wichtig.

5. Ende der aktiven Behandlung und Retentionszeit

Nach erfolgreicher Korrektur der Zahn- und Kieferfehlstellung werden alle Behandlungsapparaturen entfernt und die Zähne gründlich gereinigt. Das Behandlungsergebnis ist zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht stabil und muss unbedingt mit Hilfe von Retentionsapparaturen (Halteapparaturen) stabilisiert werden.

In Ergänzung zur einfachen herausnehmbaren Kunststoffspange kann auf Wunsch ein festsitzender Retainer unsichtbar an die Innenseite der Frontzähne geklebt werden. Dieser Komfort-Retainer bietet maximale Stabilität der Frontzahnstellung und ist dem ästhetisch anspruchsvollen Patienten sehr zu empfehlen. Auch der Essix-Retainer, eine dünne durchsichtige Schiene, ist eine mögliche Alternative zur herkömmlichen Kunststoffspange.

Nach einer ausreichenden Stabilisierungszeit (mindestens ein Jahr) endet die Gesamtbehandlung mit der Ausstellung der Abschlussbescheinigung.

6. Nachsorge

Für unsere interessierten Patienten bieten wir als kostenlose Serviceleistung die Überwachung einer verlängerten Retetionszeit an:

Wir kontrollieren den Sitz der Retainer bzw. die Passgenauigkeit der Haltespange, die in dieser Zeit 1 ? 2 mal pro Woche getragen wird.

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